Chronik des Musikvereins
Im Jahre 1909 wurde in Hirstein der
"Männergesangverein Hirstein" gegründet. Nach dem 1. Weltkrieg erwachte
der Gedanke, auch die Instrumentalmusik zu pflegen. So kam es 1923 zur
Gründung eines Blasorchesters innerhalb des Vereins.
Bisher feierte der Musikverein Hirstein e.V. seine
Jubiläen ab dem Zeitpunkt der Gründung des Blasorchesters. Die
Mitgliederversammlung des Musikvereins Hirstein e.V. hatte 1998 beschlossen,
das Gründungsjahr des Vereins auf 1909 festzusetzen, da man davon ausgeht,
dass die Gründung des Blasorchesters lediglich eine Sparte innerhalb des
Gesamtvereins darstellt und die Gründung des Gesamtvereins 1909 erfolgte.
Die Vereinsgeschichte wurde durch den furchtbaren 2.
Weltkrieg unterbrochen. 1946 nahm der Verein seine Tätigkeit wieder auf
und nannte sich nunmehr, nachdem sich neben der Musikkapelle ein
gemischter Chor gebildet hatte, "Kulturverein Hirstein".
Seit Gründung des Vereins hatte das Gründungsmitglied,
der Lehrer Karl Kunz, die Stabführung inne. 1955 übergab er die Dirigentenschaft an Herrn Johann Müller.
Im Jahre 1954 spaltete sich der Verein. Sieben aktive
Musiker gründeten den "Musikverein Harmonie". Erster Dirigent war Hermann
Decker. 1965 erfolgte dann die Verpflichtung von Alois Will. Innerhalb des
Vereins wurde 1953 eine Tanzkapelle gegründet.
Der gemischte Chor blieb beim "Kulturverein". Innerhalb
des "Musikvereins Harmonie" wurde dann ebenfalls ein gemischter Chor unter
dem Dirigenten Rudolf Alles gegründet. Seit 1964 gab es keine
Gesangsabteilungen mehr innerhalb der Vereine.
Die Zeit der Trennung der beiden Vereine ging jedoch
bald zu Ende. Am 15. Nov. 1964 kam es zum Zusammenschluss. Der Verein gab
sich den Namen "Musik-Gesangverein Hirstein", der später in "Musikverein
Hirstein e.V." geändert wurde. Vorsitzender war Theophil Dickes. Die
Leitung des Gesamtvereins übernahm Alois Will, der jedoch bereits 1965 aus
gesundheitlichen Gründen diese Tätigkeit aufgeben musste. Der aktive
Musiker Helmut Gerhart wurde sein Nachfolger. Er leitete das Orchester bis
1984. Vor allem die Nachwuchsarbeit lag ihm sehr am Herzen, er initiierte
die Gründung eines Jugendtanzorchesters und erreichte sehr schnell die
Einbindung vieler junger Musiker in die bestehende Kapelle. Die
Jugendarbeit selbst lag in den Händen von Albert Appel, Karl-Heinz
Zuschlag, Hans-Jürgen Theobald, der die Flötengruppe in Hirstein gründete,
Jörg Schumacher, Hans-Norbert Gerhart und z.Z. Sabine Gerhart. Bis 1972
bestand innerhalb des Vereins ein Salonorchester. Nach seiner Auflösung
taten sich einige junge Musiker und eine Musikerin zusammen und gründeten
die Tanzband "SARATOGA", die bis 1977 auch über das Kreisgebiet hinaus auf
vielen Veranstaltungen zur Tanzmusik aufspielte. Bereits 1965 beschaffte
der Verein für das Orchester einheitliche Uniformen.
Nachfolger von Helmut Gerhart am Dirigentenstab wurde 1984 sein Sohn Armin
Gerhart. Aus beruflichen Gründen legte er für einige Monate das Amt
nieder, da er mit seiner Familie nach München ziehen wollte. In dieser Zeit
wurde er von Heinz Seger abgelöst. Als dann der Umzug jedoch nicht statt
fand, übernahm Armin Gerhart wieder den Dirigentenstab. Später legte er
das Amt nieder, weil er wieder selbst am Saxophon musizieren wollte. Im
Jahre 2002 übernahm Stephan Zimmermann sein Amt und legte es 2007 wieder
ab. Seitdem ist Christoph Schnur der musikalische Leiter des Orchesters.
Unzählige Veranstaltungen wurden seither musikalisch
umrahmt und Konzerte, insbesondere die beliebten Weihnachtskonzerte,
durchgeführt. Auch die Kirmes wurde neu belebt.
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